EnergieEtikette verstehen – was A bis G beim Autokauf wirklich bedeutet
Verbrauch, CO2 und Effizienzkategorie richtig lesen – und warum die Etikette bei Neuwagen Pflicht ist.
Bei jedem Neuwagen in der Schweiz ist sie gesetzlich vorgeschrieben, bei Occasionen eine wertvolle Orientierung: die EnergieEtikette. Wer sie lesen kann, vergleicht Fahrzeuge fairer – und erlebt bei den Betriebskosten keine Überraschungen.
Die drei Kernangaben
Verbrauch: Bei Verbrennern in Litern pro 100 km, bei Elektroautos in kWh pro 100 km. Die Werte stammen aus dem WLTP-Messverfahren – realistischer als der frühere NEFZ-Zyklus, aber im Alltag (Winter, Kurzstrecken, Autobahn) liegt der echte Verbrauch meist 10–20 % darüber.
CO2-Emissionen: In Gramm pro Kilometer. Relevant fürs Klima – und fürs Portemonnaie: Mehrere Kantone koppeln die Motorfahrzeugsteuer an den CO2-Ausstoss oder gewähren Rabatte für emissionsarme Fahrzeuge.
Effizienzkategorie A bis G: Das Gesamturteil. Wichtig zu wissen: Die Kategorie bewertet die Energieeffizienz im Verhältnis zum Fahrzeuggewicht. Ein schwerer SUV kann darum eine bessere Kategorie tragen als ein leichter Kleinwagen mit ähnlichem Verbrauch – vergleiche deshalb immer auch die absoluten Verbrauchswerte, nicht nur den Buchstaben.
Warum die Kategorien «wandern»
Die Einteilung wird jährlich neu justiert: Was heute Kategorie A ist, kann in zwei Jahren B sein, weil der Fahrzeugpark insgesamt effizienter wird. Bei einer Occasion aus 2021 sagt die damalige Kategorie also weniger aus als die absoluten Werte – Verbrauch und CO2 bleiben vergleichbar, der Buchstabe nicht.
Worauf du bei uns achten kannst
Bei Inseraten auf unserer Plattform findest du Verbrauch, CO2-Emission und Effizienzkategorie direkt in den Eckdaten – bei Neuwagen sind diese Angaben Pflicht. Nutzt der Verkäufer den Schnellstart per Typengenehmigungs-Nummer, stammen die Werte direkt aus den amtlichen ASTRA-Daten.
Faustregeln für den Vergleich
- Benziner vs. Diesel: Diesel verbraucht weniger, kostet aber mehr an der Säule und in einigen Kantonen mehr Steuern. Lohnt sich klassisch erst ab ~15'000 km pro Jahr.
- Hybride: Beim Plug-in-Hybrid ist der Papierverbrauch nur realistisch, wenn du regelmässig lädst und viel Kurzstrecke fährst.
- Elektro: Statt Liter zählt der Strompreis – zu Hause laden ist meist deutlich günstiger als unterwegs. Achte zusätzlich auf die Reichweitenangabe (WLTP) und rechne im Winter mit rund 20–30 % weniger.
So gelesen ist die EnergieEtikette kein Behörden-Papier, sondern ein Kostenkompass – und einer der schnellsten Wege, zwei ähnliche Angebote objektiv zu vergleichen.
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